Blutdruckschwankungen

 

Es gibt normal bedingte Blutdruckschwankungen, die aufgrund der Tageszeit oder den körperlichen Aktivitäten zugrunde liegen. Diese Schwankungen sind in ihrer Funktion sinnvoll und notwendig.

Krankheitsbedingte Blutdruckschwankungen können unterschiedlichste Ursachen haben und sollten in jedem Falle vom Arzt untersucht werden. Bei körperlichen Anstrengungen werden Organe und die Muskeln verstärkt mit Blut versorgt. Für diese Mehrversorgung sind ein schnellerer Herzschlag und demzufolge ein erhöhter Blutdruck notwendig.

Im Allgemeinen ist es normal, dass sich der Blutdruck während des Tages verändert und Schwankungen unterliegt.

Dabei sind die Werte am Morgen und Vormittag am höchsten. Am Mittag sinkt der Blutdruck fühlbar. Am Nachmittag bzw. am frühen Abend steigt er wieder deutlich an, während er in der Nacht und während des Schlafes seinen Tiefpunkt erreicht. Diese Schwankungen sind normale Steuerungen des Körpers. So ist ein Blutdruckabfall nach dem Essen normal, da der Magen während des Verdauungsprozesses besonders gut durchblutet wird. Ähnlich ist der Blutdruckabfall in der Nacht. Während des Schlafes erholt und regeneriert sich der Körper. Die Funktionen der einzelnen Organe fahren herunter. Für die körperliche Ruhephase ist ein niedriger Blutdruck ausreichend.

Dagegen können stark schwankende Werte für Patienten mit Bluthochdruck Gefäßveränderungen im Gehirn verursachen. Diese Gefäßveränderungen sind meist nicht reparabel und können im Alterungsprozess die Motorik sowie die geistigen Fähigkeiten beeinträchtigen, aber auch psychische Veränderungen bis hin zu Alzheimer fördern. Im Hinblick auf eine gesunde geistige Verfassung sollten Menschen mit Bluthochdruck darauf achten, blutdrucksenkende Medikamente zur gleichen Zeit einzunehmen, um das Risiko von Gefäßveränderungen weitestgehend auszuschließen.