Wissenswertes über Blutdruckwerte

 

Blutdruck gilt als einer der Faktoren, die Gesundheit maßgeblich ausmachen. Ein zu hoher Blutdruck kann ein enormes Risiko darstellen, das behandelt werden muss, aber auch zu niedriger Blutdruck ist nicht erstrebenswert. Es gibt jedoch einige Methoden, um auf den Blutdruck einzuwirken und ihn in einem gesunden Rahmen zu halten. Dazu muss man wissen, welche Umstände auf den Blutdruck einwirken.

Was ist Blutdruck?

Der Ausdruck Blutdruck ist wörtlich zu nehmen: Er bedeutet den Druck des Blutes in einem Blutefäß und kann gemessen werden. Spricht man von Blutdruckwerten, ist normalerweise der arterielle Druck gemeint. Idealerweise bewegt sich der Blutdruck um 120 zu 80, wobei der erste Wert als systolischer Wert bezeichnet wird, der den maximalen Wert in der Herzfüllungsphase angibt, während der diastolische Wert den minimalen Wert in der Herzfüllungsphase bezeichnet.

Was ist Bluthochdruck?

Mit Bluthochdruck (Hypertonie) ist gemeint, dass sich die durchschnittlichen Blutdruckwerte über 140 für den systolischen Wert und über 90 für den diastolischen Wert bewegen. Der arterielle Blutdruck ist also dauerhaft erhöht. Beachtenswert ist dies deswegen, weil dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen können. Die Folgen können Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, Lungenödem oder sonstiges Organversagen sein. Dabei können auch sogenannte hypertensive Krisen auftreten, bei denen der Blutdruck auf gefährliche Werte von 230 zu 130 ansteigt. Diese Blutdruckwerte müssen umgehend medikamentös gesenkt werden, da sie lebensbedrohlich sind. Gefährlich ist dabei vor allem, dass viele Menschen nicht einmal wissen, dass sie Bluthochdruck haben. Wird nicht regelmäßig gemessen, macht sich Bluthochdruck - außer in ausgesprochen gefährlichen Dimensionen - nicht oder kaum bemerkbar. Im Gegenteil, häufig fühlen sich die Betroffenen schwungvoll und energiegeladen. Ein regelmäßiger Check beim Arzt ist deswegen wichtig, um den schleichenden Feind zu erkennen.

Hypotonie

Von Hypotonie, zu niedrigem Blutdruck, wird gesprochen, wenn der systolische Wert bei Männern unter 115 und bei Frauen unter 105 liegt. Hypotonie ist nicht gefährlich wie der Bluthochdruck, kann aber zu unangenehmen Begleiterscheinungen wie Schwindel, Ohnmacht oder Schwächegefühl führen. In der Regel sind jüngere Frauen davon betroffen, die ein geringes Gewicht haben oder unter besonderer Belastung stehen.

Risikofaktoren - Wie entsteht Bluthochdruck?

Viele Faktoren haben Einfluss auf den Blutdruck und somit auf die Gesundheit. Als wichtigste Risikofaktoren für Bluthochdruck gelten erbliche Anlagen, Übergewicht, Bewegungsmangel, falsche Ernährung, übertriebene Salzzufuhr, übermäßiger Alkoholgenuss, Stress und persönliche Belastungssituationen. Um die Blutdruckwerte dauerhaft auf ein gesundes Maß zu senken, ist daher häufig eine Umstellung der Lebensweise erforderlich. Regelmäßiger Ausdauersport wie Joggen, Radfahren oder Nordic Walking, eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse und wenig Salz sowie die Vermeidung von übermäßigem Stress und die Lösung von Belastungssituationen sind meist hilfreich.

Medikamente

Bei gefährlich hohen Blutdruckwerten werden häufig Medikamente wie Betablocker eingesetzt, um die Gesundheitsrisiken abzufedern. Blutdruckmedikamente werden in fünf Hauptgruppen unterteilt. Da diese Medikamente aber häufig Nebenwirkungen haben - zum Beispiel kann Impotenz auftreten - ist es das langfristige Ziel jeder Therapie, die Blutdruckwerte ohne Medikamente in einem gesunden Rahmen zu halten. Auch werden Medikamente erst dann eingesetzt, wenn alle natürlichen Anstrengungen nicht helfen. Dabei werden häufig zwei oder mehr Präparate miteinander kombiniert oder es wird ein Medikament eingenommen, das mehrere Wirkstoffe hat.